efre neuDer Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist das wichtigste Instrument der Regionalförderung der Europäischen Union. Er zählt ebenfalls zu den EU-Strukturfonds. Insgesamt stehen dem Land Berlin in der neuen Förderperiode 2014 - 2020 knapp 635 Millionen Euro zur Verfügung. Wie der ESF verfolgt er die Europa-2020-Ziele (intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum für Europa). Zu diesem Zweck sollen die Regionalwirtschaften gefördert  und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gefördert werden. Weiterhin soll der EFRE Wettbewerbsfähigkeit und Innovation stärken, dauerhafte Arbeitsplätze schaffen und eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen.

Auch beim EFRE entwickeln die Bundesländer Operationelle Programme, die die entsprechenden Förderschwerpunkte anhand von thematischen Zielen, Prioritätsachsen und Investitionsprioritäten erläutern. Das Operationelle Programm des Landes Berlin formuliert die folgenden thematischen Ziele:

  • Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU
  • Förderung der Bestrebungen zur Verringerung der CO2-Emissionen
  • Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung sowie Erhaltung und Schutz der Umwelt

Wie der ESF auch wird der EFRE in Berlin dezentral umgesetzt, d.h. die Verantwortung für die  Durchführung der Förderung liegt bei den fachlich zuständigen Senatsverwaltungen und Bezirksämtern (programmdurchführende Stellen). Bei vielen Fördermaßnahmen wurde die Durchführung der Maßnahmen (wie Antragsbearbeitung und Bewilligung) delegiert. So ist die Investitionsbank Berlin (IBB) besonders für die Förderung von Investitionen in innovative, kleine und mittelgroße Berliner Unternehmen zuständig. Aus Mitteln des Berliner EFRE können nur Unternehmen gefördert werden, die ihre Betriebsstätte in Berlin haben.

Bei Fragen zum ESF wenden Sie sich bitte an Dr. Christin Müller.

esf neuDer ESF ist einer der großen EU-Strukturfonds. Seine Ausgaben belaufen sich auf rund 10 % des Gesamthaushaltes der EU. Die aktuelle Förderperiode läuft von 2014 bis 2020.

Der ESF verfolgt die übergeordneten Europa-2020-Ziele (Schlagwörter: intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum), mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Verbesserung der Beschäftigungs- und Arbeitsmöglichkeiten der EU-Bürger/innen. Arbeitsfelder des ESF sind beispielsweise:

  • allgemeine Bildung und Weiterbildung
  • stärkere Einbeziehung nicht erwerbstätiger Menschen in den Arbeitsmarkt
  • Bekämpfung sozialer Ausgrenzung, insbesondere von benachteiligten Gruppen (Menschen mit Behinderungen)
  • Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern
  • Nichtdiskriminierung

Das Land Berlin erhält für die neue Förderperiode weniger ESF-Mittel als bisher - insgesamt etwa 215 Millionen Euro. Der Grund hierfür ist die vergleichsweise gute Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung Deutschlands (und Berlins).

Wie wird der ESF in Deutschland umgesetzt? Der Bund und die einzelnen Bundesländer erarbeiten zu Beginn einer Förderperiode ein "Operationelle Programme", in denen die jeweiligen Förderziele und -prioritäten des ESF dargestellt werden. Das neue Operationelle Programm des Landes Berlin hat die folgenden zwei Prioritätsachsen:

  1. Die Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität von Arbeitskräften
  2. Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung

Diesen Prioritätsachsen wird jeweils eine Reihe von Investitionsprioritäten zugeordnet (wie z. B. "Anpassung der Arbeitskräfte, Unternehmen und Unternehmer an den Wandel"). Die fachliche Umsetzung von ESF-Mitteln ist in Berlin in erster Linie bei den Senatsverwaltungen als sogenannte zwischengeschaltete Stellen angesiedelt, unterstützt von einigen externen Dienstleistern. Aus den Mitteln werden Projekte von Trägern gefördert. Ein Beispiel ist z. B. eine Qualifizierungs- oder Weiterbildungsmaßnahme, an der dann wiederum Einzelpersonen teilnehmen können.

Bei Fragen zum ESF wenden Sie sich bitte an Dr. Christin Müller.

erasmusErasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union für die Laufzeit 2014 - 2020. Das neue Programm führt Vorgängerprogramme wie Lebenslanges Lernen und JUGEND IN AKTION zusammen. Es ist ein Baustein zur Unterstützung der Europa-2020-Ziele.

Das Budget des Programms beträgt 14,7 Milliarden Euro und ist im Vergleich zu den Vorgängerprogrammen um etwa 40 % gewachsen. Die wichtigsten Förderbereiche des Programmes sind:

  • Schulische Bildung
  • Berufliche Bildung
  • Hochschulbildung
  • Erwachsenenbildung
  • Jugend

Schulen, Organisationen, Unternehmen und Behörden können zu bestimmten Antragsfristen in den verschiedensten Programmbereichen Projektanträge einreichen. Aufgrund der erhöhten Budgets haben Projektanträge in vielen Bereichen relativ gute Chancen auf Bewilligung.

Die Förderformate sind unterteilt in drei key actions: Lernmobilität, strategische Partnerschaften und Unterstützung politischer Reformen. Dabei sind verschiedenste Projektformate möglich, z. B. Auslandspraktika von Azubis, Schulpartnerschaften, europäische Jugendbegegnungen. Neu ist die Möglichkeit zur sektorübergreifenden Zusammenarbeit.

Das Gros der Programmmittel wird von den Nationalen Agenturen verwaltet. In Deutschland sind diese angesiedelt beim Bundesinstitut für Berufsbildung (berufliche Bildung und Erwachsenenbildung), beim Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz PAD (Schule), bei JUGEND für Europa (Jugend) und beim Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD (Hochschulbildung). Einige Maßnahmen (z.B. im Sportbereich) werden zentral durch die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) in Brüssel vergeben und verwaltet.

Wir beraten Sie gerne zu Antragstellungen im Programm Erasmus+, bitte kontaktieren Sie den jeweiligen fachlichen Ansprechpartner.